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Das Ruwertal

Mosel-Saar-Ruwer heißt das Weinanbaugebiet im Moselbereich.

Dabei wird nur wenigen Fremden der Name des kleinen Moselnebenflusses Ruwer etwas sagen. Der Ruwer mit seinen Nebenarm Riveris, kommt aus dem Hunsrück und mündet in Trier-Ruwer in die Mosel.

Schon in römischer Zeit wurde die Wasserkraft des munteren Flüßchens in Mühlen zur Steinbearbeitung und zum Kornmahlen genutzt.

ruwertal

Mertesdorf liegt geschützt im Nebental des Ruwer, umgeben von Weinbergen, die seit römischer Zeit bebaut werden. Seit 893 gehörte das Dorf der Abtei Maximin auf der anderen Seite des Flusses.

Mit der französischen Revolution endete die Feudalherrschaft und die Winzer kauften die Weinberge. Das Kloster kam in Privatbesitz und heißt heute Schloß Grünhaus. Der Name der ansehnlichen Anlage kommt von dem hier gefundenen grünlichen Kalkstein, aus dem sie erbaut wurde.

In Mertesdorf, werden 65 ha Weinbaufläche bewirtschaftet. In den letzten Jahren haben die Erfolge einiger Weingüter Mertesdorf weltweit bekannt gemacht. In der Weinliteratur hat man dem Mertesdorfer Rieslingwein eine Spitzenstellung zuerkannt. So schreibt der renommierte englische Weinkritiker Stuart Pigott: "Die Weingüter in Mertesdorf gehören zu den herausragendsten des gesamten Mosel-Saar-Ruwergebiets und müssen zu den besten Rieslingerzeugern in Deutschland gerechnet werden. Mertesdorfer Rieslingweine zeichnen sich aus durch zartgliedrige finessereiche und pikante Frucht und durch ein schönes, variationsreiches Bouquet."

Die Mertesdorfer Weingüter haben weltweit höchste Auszeichnungen und Ehrungen erhalten.

Kasel ist der nächste Weinort im Ruwertal. Sein Name stammt vom spätrömischen casale = Gehöft.

Bei Waldrach mündet die Riveris in die Ruwer. An ihr liegt der gleichnamige, ruhige, kleine Weinort und weiter oberhalb, waldumgeben, die Riveris-Talsperre.

Weiter ruweraufwärts versteckt sich in einer Flußschleife mit romantischer Burgruine der winzige (auch)-Weinort Sommerau. Weitab vom Durchgangsverkehr liegt ausgesprochen malerisch die Burgruine Sommerau im Ruwertal. Man gelangt zu ihr entweder über Gutweiler oder Gusterath-Tal. Die Burg wurde auf einem Felssporn erbaut, der von der Ruwer von drei Seiten umflossen wird. Diese etwa 45 m lange Felszunge ist an der schmalsten Stelle durchbrochen worden, um das Gefälle der Ruwer zum Treiben einer Mühle zu nutzen. Damit wurde ein Umlaufberg geschaffen und die ehemalige Talschleife trockengelegt.

Noch weiter Ruweraufwärts geht es dann in die eigentlichen Quellgebiete des Flusses: Die kühlen Bergrücken des Osburger Hochwaldes
www.ruwer.de